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Es wäre sicherlich gelogen zu behaupten, dass die Musik von Madame Gmür jener von André Rieus ABBA-Interpretationen in irgendeiner Weise nahekommt. Madame Gmürs Gesamtkonzept ist gänzlich anderer Natur. Folk trifft Punk trifft Jazz trifft eigenes Material trifft Minimal trifft Elektro trifft Rock. Und das Ganze in Hose und Uniform! Dargebracht auf Akkordeon, akustischer und elektrischer Gitarre, Kontrabass und analogem Synthesizer. Fette Sounds, filigrane Melodien, krasse Schnitte. Das Auge des Publikums wird bedient mit verwirrenden, skurrilen aber doch auch irgendwie gmögigen Visuals. Im Umta zur Musik werden Fragen aufgeworfen wie: Wie verhält sich ein Wienerli im Weltall? Was verbindet die Arche Noah mit Mary Poppins? Was passiert, wenn Schindlers Lifte Pannen produzieren? Und doch balsamieren immer wieder wunderbare Melodien das abgehärtete Ohr. So gesehen gibt es vielleicht doch vereinzelte Berührungspunkte mit André Rieus ABBA-Interpretationen. Man muss nur lange genug suchen